Kirmes 2014

2014, Kirmes

OTZ, 21.11.2014
Weil die Kirche noch nicht wieder zur Verfügung steht, weicht die Veranstaltung aus und wählt einen originellen Themenmix.

Mönchgrün. Unerwartet viele Interessenten gab es zur Mönchgrüner etwas anderen Kirmes für den Vortrag über Obstanbau – nur wenige abends zur Jazzmusik. Aber die Organisatoren und auch die Besucher im kleinen Kreis sind hoffnungsfroh, dass sich die für Dörfer noch ungewöhnliche Musik und das originelle thematische Angebot von Obstanbau, Weinverkostung und Musik erst einmal herumsprechen muss. Ohne Frage werden über kurz oder lang noch mehr Einheimische wie auch Besucher Geschmack daran finden.
Mit gutem Gewissen kann man die diesjährige „etwas andere Kirmes“ in Mönchgrün als gelungen bezeichnen, sorgte sie doch nicht nur Wissenszuwachs, sondern auch für sehr unterhaltsame Stunden in Wohlfühlatmosphäre. Büromöbel-Anbieter Thieme hatte dem einladenden Wein- und Kulturverein dafür seinen Beratungsraum zur Verfügung gestellt. Auf seinem Hof hatte der Verein darüber hinaus noch ein Zelt aufgebaut und für Gebratenes vom Rost gesorgt. Durchweg zur Verfügung stand der Obstwein in vielerlei Sorten von Familie Klötzing, der auch flott über die Theke ging.

Der Vorsitzende des Thüringer Pomologenvereins, Werner Schuricht aus Jena, erzählte eine Unmenge über die Möglichkeiten, Chancen, aber auch Schwierigkeiten, bestimmte Apfelsorten anzubauen. Sein Vortrag bestach nicht nur mit dem immensen Wissen, sondern auch einem sehr trockenen Humor. Immerhin ließen ihn die vielen Interessierten erst nach drei Stunden wieder ziehen. Etwas schwierig hatte es das „Swingtett-á-téte“ am Abend mit der Akustik des Raumes. Dennoch wurde klar, mit welchem Können und welcher Hingabe die Sängerin Ma-Li Kleidon, die Pianistin Katharina Eulitz und der Gitarre spielende Biologe Frank Riege musizierten .

Apfelsorten
Der lange Tisch mit den vielen Apfelsorten stieß bei den ­Besuchern auf großes Interesse. Foto: Judith Albig